Geschrieben May 4, 2026 at 20:184. Mai 2026 Hallo zusammen,zum Lastmanagment einer Warp3 Pro möchte ich mit einem Pro 3EM den Strom der 3 Außenleiter messen und per Modbus der Wallbox zur Verfügung stellen.Es handelt sich um eine Installation mit 4 Parteien und sehr begrenztem Platz im Zählerschrank.Der Pro 3EM soll im Allgemeinstromzählerbereich installiert werden, da im dortigen Vorzählerbereich der Hausanschluss aufgeteilt wird. Leider ist der Allgemeinstrom aber nur ein 1-phasiger Zähler.Die 3 Phasen kann ich aber mit den Stromwandlern des Shelly im Vorzählerbereich messen. Den Anschluss C würde ich nur zur Spannungsversorgung verwenden, hier interessiert mich der Messwert für die Spannung aber eigentlich nicht. Die Anschlüsse A und B für die Messung der Phasenspannung würden offen bleiben. Für das Lastmanagment interessiert mich aber ja die Leistung, Phasenverschiebung oder Energiemessung grundsätzlich nicht. Hier soll ja lediglich der Strom auf dem Hausanschluss begrenzt werden. Ob dieser durch Wirk- oder Scheinleistung entsteht ist technisch unerheblich. Kommt die Warp3 damit klar, wenn nur auf den Registern für den Strom sinnvolle Messwerte ankommen, oder werden auch bei Wirk- und Scheinleistung sinnvolle Daten benötigt oder eine Plausibilität geprüft?
Geschrieben May 4, 2026 at 21:304. Mai 2026 Für dynamisches Lastmanagement brauchst du prinzipiell nur die Phasenströme, aber es muss dabei auch die Richtung des Wirkstroms bekannt sein. Die bekommt man nur raus, wenn man auch die Phasenspannung kennt. Ohne Spannung kann der Zähler nicht zwischen Bezug, Einspeisung und Blindleistung unterscheiden.
Geschrieben May 4, 2026 at 21:534. Mai 2026 Autor Hallo Matze, danke für deine Antwort. Da ich keine Solaranlage oder ähnliches betreibe, und keine V2L fähiges Fahrzeug besitze, kann es eigentlich keine Einspeisung geben. Insbesondere nicht in den relevanten Wertbereichen für eine Begrenzung des Stroms im Hausanschluss. Und selbst wenn ich es schaffen würde, einen Strom einzuspeisen der die festgelegte Kapazität des Lastmanagments überschreitet, im worst case würde bei unbekannter Stromrichtung einfach kein Ladestrom freigegeben. Daher die Frage, wie reagiert das Lastmanagment softwaretechnisch, wenn nur für den Strom Werte zur Verfügung stehen?
Geschrieben May 4, 2026 at 23:554. Mai 2026 On 5/4/2026 at 11:53 PM, Pawlde said:Daher die Frage, wie reagiert das Lastmanagment softwaretechnisch, wenn nur für den Strom Werte zur Verfügung stehen?Das kommt ganz darauf an, wie der Shelly den Strom berechnet. Das Lastmanagement verwendet nur Stromwerte und verlässt sich darauf, dass der installierte Stromzähler diese korrekt meldet. Meldet der Mist, macht das Lastmanagement wahrscheinlich auch Mist. Hier einige mögliche Szenarien:Ohne Spannung wird immer ein Stromwert nahe Null ausgegeben. Das Lastmanagement geht dann davon aus, dass am Netzanschluss kaum Strom fließt und eine Überlastung wird nie erkannt.Der gemessene Strom wird in korrekter Höhe immer positiv ausgegeben. In diesem Fall funktioniert das Lastmanagement wie erwartet.Der gemessene Strom wird in korrekter Höhe immer negativ ausgegeben und somit als Einspeisung interpretiert. In diesem Fall wird eine Überlastung nie erkannt.Die gemessene Spannung an den nicht angeschlossenen Klemmen schwankt zufällig zwischen 0,1 V und -0,1 V, was dazu führt, dass die angenommene Richtung des Wirkstroms mal als Bezug und mal als Einspeisung interpretiert wird. Wird der Stromfluss gerade als Einspeisung interpretiert, wird eine mögliche Überlastung nicht erkannt.Genaueres kann ich dir nicht sagen, da ein Stromzähler ohne Spannungsmessung Unsinn ist und das noch keiner ausprobiert hat. Offiziell wird das auch nicht unterstützt.
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