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Unklares Verhalten bei PV-Überschußladen - Bezug vom Grid

Featured Replies

Geschrieben

Servus zusammen!

Ich habe jetzt ein paarmal beobachten können, daß im Modus PV-Überschußladen Leistung aus dem Netz gezogen wird - s. Screenshot:

Screenshot 2026-07-22 123050.png

Die Situation tritt auf, nachdem eine Wolke durchgezogen ist (~ ab 12:28:30 h). Zunächst gibt es ein Überschwingen in der freigegebenen Ladeleistung (das ist noch akzeptabel), dann settled aber die freigegebene Ladeleistung auf einem Niveau, das zu hoch ist, und zwar um ~ 1 kW. Diese 1 kW können entweder:

  1. (zufällig) dem Wert der maximal zulässigen Batterieladung entsprechen (ist hier auf 1000 W eingestellt, paßt also nicht ganz). Allerdings ist der Min-SOC für den Haus-Akku längst erreicht (also keine Bevorzugung der Haus-Akku-Ladung).

  2. oder (wahrscheinlicher) aber dem Wert der Überschußleistung der PV gegenüber der Maximalleistung des WR (10 kW) entsprechen - ich habe Werte von knapp über 11 kW PV-Leistung in der SMA-App gesehen. Daher scheint der WR die überschüssige Leistung an den Haus-Akku abzuführen (was erstmal gut ist, somit geht er nicht in die Leistungsbegrenzung / De-Rating).

In jedem Fall scheint die Leistungsregelung der Warp damit ein Problem zu haben, da die berechnete mögliche Ladeleistung um genau diesen Wert zu hoch ist. Dadurch entsteht Bezug am Grid mit genau diesem Wert. Eigentlich sollte doch die Smart das Grid im Auge behalten und feststellen, daß Bezug vorliegt und die Ladeleistung entsprechend runterregeln - oder?

Vielleicht hilft das beigefügte Log diese Situation besser zu verstehen / debuggen...

warp3-2eN4-Debug-Report-2026-07-22T12-31-12-676.txt

bearbeitet von CptHildi
Ergänzung der Einschätzung

Geschrieben
On 7/22/2026 at 1:00 PM, CptHildi said:

oder (wahrscheinlicher) aber dem Wert der Überschußleistung der PV gegenüber der Maximalleistung des WR (10 kW) entsprechen - ich habe Werte von knapp über 11 kW PV-Leistung in der SMA-App gesehen. Daher scheint der WR die überschüssige Leistung an den Haus-Akku abzuführen (was erstmal gut ist, somit geht er nicht in die Leistungsbegrenzung / De-Rating).

Das ist genau das Problem:

  • Dein Wechselrichter kann maximal 10 kW wechselrichten

  • Dein Batteriespeicher ist DC-seitig am Wechselrichter angeschlossen. D.h. wenn der Wechselrichter (wie bei dir ab 12:28:30) in sein 10 kW-Limit läuft, dann geht der restliche DC-Strom (1,3 kW) in den Batteriespeicher

  • Das PV-Überschussladen ist darauf konfiguriert, dass (wenn der Batterie-SoC > 50% ist) die Wallboxen zu bevorzugen sind, d.h. wir betrachten den Batteriebezug als Überschuss, den wir ins Auto bekommen wollen

  • Dem Auto werden also 1,3 kW mehr erlaubt, als notwendig wäre um den Netzzähler auf 0 zu bekommen

  • Der Wechselrichter kann diese 1,3 kW nicht liefern, weil er am Limit läuft

  • -> Es werden 1,3 kW aus dem Netz gezogen

Das ist also ein Modellierungsproblem bei uns: Damit das PV-Überschussladen mit dem Fall umgehen kann, müssten wir wissen, dass

  1. Die Batterie DC-seitig am WR angeschlossen ist und

  2. wenn das der Fall ist, dann müssen wir die Maximalleistung des Wechselrichters kennen

Ich finde leider den Thread nicht mehr, in dem @MatzeTF schonmal darüber gestolpert ist (und er ist im wohlverdienten Urlaub). Eventuell gibt es da einen Hack, der dir hilft.

Geschrieben
  • Autor
Am 23.7.2026 um 09:14 schrieb rtrbt:

Dem Auto werden also 1,3 kW mehr erlaubt, als notwendig wäre um den Netzzähler auf 0 zu bekommen

Ich kann nachvollziehen, daß Euer Algorithmus auf den Batteriebezug schaut, um den (vermeintlichen) Überschuß zu erkennen und der WB somit die entsprechende Leistung zuschlägt. Aber daß der Zähler am Grid gar nicht auf 0 geregelt wird, scheint dabei dann außen vor gelassen zu werden. Ohne Batterie-Steuerung funktioniert die Überschußsteuerung (nur über den Grid-Zähler) ja hervorragend. Vielleicht müßtet Ihr auch mit einer aktiven Batteriesteuerung den Grid-Zähler weiter berücksichtigen?

Ich könnte mir vorstellen (noch nicht ausprobiert), daß der gleiche Fehler auch bei einer (via externer Steuerung über Modbus) erzwungenen Ladung der Batterie auftritt (ich weise via Modbus den WR an, den Akku mit X Watt zu laden, WB sieht die Ladeleistung und schlägt sie dem momentanen Wert zu - der WR kann aber ggf. nicht mehr abgeben, da nicht mehr PV zur Verfügung steht und es entsteht wieder ein Grid-Bezug in Höhe der Batterie-Ladeleistung...).

Mittlerweile habe ich den Thread gefunden, in dem das Problem bereits beschrieben wurde (inklusive Workaround-Tip von MatzeTF): https://www.tinkerunity.org/topic/13702-mehr-pv-leistung-als-wechselrichterleistung-f%C3%BChrt-zu-netzbezug-beim-laden/. Trotzdem wäre es wünschenswert, wenn das oben geschilderte bzw. auch zusätzlich beschriebene Szenario mit abgedeckt werden könnten... 🤓

Auf jeden Fall Danke für die Erläuterung und den Hinweis!

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