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Möglichkeiten des Lastmanagements im Szenerio "Mehrfamilienhaus"

Featured Replies

Geschrieben

Hallo,

ich habe mich mal angemeldet, um eine (wahrscheinlich Anfänger-)frage zu stellen. Ich habe mir als erster Wohnungsbesitzer eines Mehrfamilienhauses entschieden, eine Wallbox zu installieren, und dafür die Warp3 Smart gewählt: Das Produkt wirkt solide und ausgereift, hat alle erforderlichen Features, ich mag offene Projekte, und die Box erscheint auf den ersten Blick auch bzgl. eines eventuell zukünftig erforderlichen Lastmanagements sehr flexibel. Genau habe ich mich aber bzgl. des letzten Punktes vorab nicht befasst, da kein anderer Mitbewohner Interesse an einer Wallbox hatte und somit dies kein drängendes Problem zu sein schien. Nun ist die Wallbox da, noch nicht einmal montiert, die Benzinpreise steigen und plötzlich wollen sich andere Mitbewohner doch beteiligen. Und da muss ich mich dann doch mit dem Lastmangement beschäftigen und stelle fest, dass das gar nicht so einfach ist, wie man denkt.

  1. Variante 1: Der interne Lastmanager der Box funktioniert ja nur im internen Netz, wenn ich das richtig sehe. D.h. falls ich diese Variante nutzen will, müssen

    1. alle Wallboxen mindestens eine Warp ab Modellvariante Smart sein, keine anderen Hersteller erlaubt,

    2. alle Wallboxen online sein,

    3. alle Wallboxen in einem Subnetz sein?

      Ich frage mich ein wenig, wie dieses Szenario gedacht ist, weil weder will ich eigentlich die Boxen der anderen Mitbewohner in irgendeiner Form verwalten oder in meinem privaten Netz haben, noch kann ich mir vorstellen, dass es jeder so toll findet, dass jemand anderes seine Wallbox unter Kontrolle hat. Gibt es dafür keinen anderen Weg? Noch dazu sind die Boxen räumlich nebeneinander, so dass man diese relativ einfach direkt miteinander verbinden könnte - eine Einbindung in Netzwerke ist immer mit Klimmzügen verbunden aufgrund der Entfernung zum Haus.

  2. Variante 2: Verwendung des Modbus - Interfaces, das ja auch andere Lastmanagement-Systeme emulieren kann, oder von OCPP. Hierzu

    1. braucht man einen externen Lastmanager,

    2. hat man mehr Auswahl bei den anderen Wallboxen, diese müssen dann halt zum verwendeten Lastmanager passen,

    3. muss zumindest meine Warp3 online sein, bei den anderen Wallboxen hängt es von deren Anbindung an den Lastmanager ab

    4. ist mir jetzt unklar, ob meine Wallbox mit dem Lastmanager in einem Subnetz hängen muss, oder ob ich hier über Portfreigabe (ich habe eine DynDNS-Adresse) einfach einen Port zur Wallbox freischalten kann (Sicherheit?!)

Ich sitze da ein wenig auf dem Schlauch, weil ich mich dummerweise mit diesem Thema nicht vorab beschäftigt habe. Vielleicht hat ja jemand im Forum hier konkrete Tipps, wie man das Lastmanagement sinnvoll implementieren könnte. Danke!

Geschrieben

Bin kein Mitarbeiter aber Besitzer zweier Warp 1 Pro. Es hängt davon ab, wie die Warp ihren Strom beziehen, direkt vom Haus oder weiter entfernt separat. Du hast zwei Varianten des Lastmanagement.

Es sollte grundsätzlich reichen einen eigenen Switch oder WiFi Access Point an den Stellplätzen zu haben, damit sich die Warp gegenseitig im eigenen Netz sehen können.

Für das statische Lastmanagement ist kein online Zugang nötig. Ein Warp spielt den Chef, alle anderen reden mit ihm/ihr.

Für dynamisches Lastmanagement muss dann noch ein Stromzähler mitreden, der den echten Gesamtverbrauch inkl aller Mitbewohner sehen kann. Dafür würde dann eine weitere Verbindung nötig zwischen Zähler und Warp Verbund.

Geschrieben

Du hast mit deinen Punkten recht. Ein gutes Lastmanagement ist leider gar nicht so einfach, da die Fahrzeuge sehr unterschiedlich auf Sollwertänderungen reagieren. Dies macht das Lastmanagement recht komplex. Wenn da nun auch noch fremde Wallboxen hinzukommen, ist es für uns als Hersteller schwierig eine "Garantie" für das Lastmanagement zu geben. Daher beschränken wir uns zur Zeit auf unsere eigenen Wallboxen. Ich möchte aber nicht ausschließen, dass wir zukünftig auch andere Wallboxen als "Last" per Modbus/TCP steuern können.

Herstellerübergreifend und mir Abrechnung ist man vermutlich bei OCPP Anbietern. Der Nachteil daran ist, dass diese sich das ganze sehr gut bezahlen lassen, so dass es monatliche Kosten pro Ladepunkt gibt.

Geschrieben
  • Autor

Danke für die Antworten. Mich beschäftigen v.a. folgende Punkte:

  1. Die anderen Mitbewohner könnten gezwungen sein, auch eine WARP zu kaufen - klar, man könnte sagen, selber schuld, hättet ihr euch das früher überlegt, aber man will die Hausgemeinschaft ja nicht überfordern.

  2. Man muss alle Boxen in ein heimisches Netz aufnehmen. Ich finde das irgendwie unglücklich, fremde Hardware im Netz, das ist nicht jedermanns Sache. Ich wundere mich, warum man nicht über bspw. dieses my.warp-charger.vom Portal netzübergreifend machen kann?

Ansonsten gibt es ja von Cfos relativ günstig ein lokales OCPP Backend, habe ich grade recherchiert.

Geschrieben

Die Frage ist generell was das System können soll. Z.B. das Thema Abrechnung. Ich denke bezüglich mehreren Wallboxen ist nur OCPP eine wirkliche Alternative, da dies standardisiert ist. Damit wäre die WARP Wallbox eine von vielen. Die Box könnte lokal im Netz genutzt werden, wird aber per OCPP bzgl. Lastmanagement gesteuert. Modbus/TCP ist hier ja leider nicht standardisiert, wenn man sich nicht auf ein Wallbox-Profil einigen kann. Daher eher etwas für Bastler.

Netzübergreifend würde es ja zum Beispiel mittels OCPP funktionieren. Ich persönlich hätte das Lastmanagement aber lieber lokal. Die Vorstellung, dass aus dem Internet heraus jemand bei mir Geräte steuert wäre nicht so meins.

Geschrieben

Bei einem Mehrparteienhaus ist die grundsätzliche Frage erstmal, wie die Wallboxen an den Strom angeschlossen werden. Zwei Möglichkeiten gibt es:

  • Alle Wallboxen hängen an einer gemeinsamen Leitung und somit hinter einem Zähler. Die Wallboxen protokollieren alle Ladevorgänge, die dann mit den Nutzern abgerechnet werden. Das Lastmanagement zwischen den Wallboxen ist in diesem Fall sehr einfach und es muss lediglich der Netzanschluss mit einem passenden Stromzähler ausgerüstet und mit dynamischem Lastmanagement gegen Überlastung gesichert werden.

  • Jede Wallbox ist einer Partei zugeordnet und an deren Stromzähler angeschlossen. Hier muss nichts abgerechnet werden. Das Problem ist jedoch, dass die Stromanschlüsse jeder Partei meist recht klein dimensioniert sind, oft z. B. 40 A oder sogar nur 35 A. Um Überlastungen zu vermeiden, müsste zusätzlich zum Netzanschluss vom Haus auch der Stromanschluss jeder einzelnen Partei mit passenden Stromzählern ausgerüstet und mit dynamischem Lastmanagement überwacht werden. Alternativ kann man natürlich auch auf Risiko spielen und die einzelnen Stromanschlüsse nicht überwachen. Dann ist aber auch leicht die Sicherung raus, wenn man beim Laden noch andere Verbraucher wie Herd und Geschirrspüler betreibt.

Hinsichtlich Management mehrerer Wallboxen gibt es aktuell eigentlich als einziges herstellerübergreifendes System das von batti bereits erwähnte OCPP, für das man entweder einen Serverzugang mieten muss oder einen Server selber aufsetzen muss, was mit entsprechendem administrativen Aufwand verbunden ist. Ansonsten kocht eigentlich jeder Hersteller sein eigenes Süppchen und kann nur Wallboxen des selben Herstellers steuern. Möglicherweise gibt es bald die Möglichkeit, Wallboxen verschiedener Hersteller über EEBUS zu steuern, aber das ist noch in Entwicklung und soweit ich weiß hat das bisher noch kein Hersteller tatsächlich ausgerollt.

So oder so funktioniert Lastmanagement nur, wenn die Wallboxen miteinander kommunizieren können, wozu sie sich üblicherweise im selben Netzwerk befinden müssen. Bei WARP Chargern hast du allerdings die Möglichkeit, sie gleichzeitig in zwei Netzwerke zu hängen. Es ginge beispielsweise, dass alle Wallboxen per LAN-Kabel miteinander verbunden sind und jeder seine eigene Wallbox in sein eigenes WLAN hängt. Jede Wallbox hat auch einen integrierten Accesspoint, um auf das Webinterface der Wallbox zugreifen zu können, sodass auch ohne WLAN im Keller jeder mit seinem Smartphone auf seine eigene Wallbox zugreifen kann. WARP Charger kommen übrigens auch damit klar, wenn eine gesteuerte Wallbox nicht online ist. Wenn eine Wallbox 30 Sekunden lang nicht erreichbar ist, beendet sie selbst die Ladung und der Lastmanager beachtet sie nicht mehr, bis sie wieder erreichbar ist. Ist der Lastmanager nicht erreichbar, kann natürlich niemand laden. Wenn man nicht eine einzelne Wallbox zum Lastmanager ernennen möchte, gibt es alternativ den WARP Energy Manager, der das Lastmanagement für alle Wallboxen übernehmen kann. Den kann man dann z. B. auch an eine eigene Internetverbindung hängen (oder bei einer Partei ans Gastnetz der Fritzbox), wenn man dynamische Stromtarife nutzen möchte und dafür Internetzugang auf dem Lastmanager braucht.

Geschrieben
  • Autor

@MatzeTF und die anderen: Danke für die ausführlichen Darstellungen, insbesondere auch die Lösungsansätze mit zwei Netzen. Eine Frage hätte ich noch: Bei Modbus erlaubt die Warp ja auch die Emulation bestimmter Fremdhersteller - Keba u.a. Ist das auch ein Ansatz für ein zumindest teilweise herstellerübergreifendes Lastmanagement?

bearbeitet von Farioh

Geschrieben
On 3/12/2026 at 5:39 AM, Farioh said:

Eine Frage hätte ich noch: Bei Modbus erlaubt die Warp ja auch die Emulation bestimmter Fremdhersteller - Keba u.a. Ist das auch ein Ansatz für ein zumindest teilweise herstellerübergreifendes Lastmanagement?

Ja, aber (noch) nicht für unseres. Wir haben geplant, in der Zukunft auch andere Verbraucher über das Lastmanagement zu steuern, siehe auch https://github.com/Tinkerforge/esp32-firmware/issues/425 das ist aber noch nicht implementiert und ich kann dir auch nicht versprechen, dass das in den nächsten Monaten kommt.

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