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868 MHz Bricklet dringend gewünscht - machbar?


derAngler
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Morgen,

 

ich fange gerade an mit Tinkerforge und Raspberry Pi's meine Heimautomation zum Laufen zu bringen.

Dabei stoße ich allerdings immer wieder an eine wichtige Grenze:

Heizungsthermostate

Gerade diese bieten sich geradezu für eine Automation an (und hier sind auch die größten Einsparungen möglich) und es gibt sie schon zu günstigen Preisen (z. Bsp. HomeMatic ab 35,- €).

 

Leider werden, soweit ich das bisher sehen konnte, alle Regler per 868 MHz Funk angebunden und eingestellt.

Hierfür bräuchte es einfach nur ein entsprechendes Bricklet was diverse Protokolle unterstützt.

Softwaremäßig gibt es so etwas z.Bsp. bei FHEM.

 

Meint Ihr, Ihr könntet so ein Bricklet rausbringen? Und wie lange würde ein solche Entwicklung wohl brauchen?

 

Ich denke das auch viele andere User hier Interesse an so einem Bricklet haben dürften.

Immerhin ist die Heimautomation Kern der meisten Projekte hier und bisher beschränkt sich diese auf das schalten von Steckdosen und Lampen.

Der wichtigste Bereich, Heizung, bleibt komplett aussen vor.

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Moin,

 

prinzipiell gibt es das Funk Modul, welches auf dem Remote Switch Bricklet ist, auch für 868MHz. Selbst das jetzige Remote Switch Bricklet kann auf 868MHz senden/empfangen, wenn auch mit starken Leistungsverlusten (Antennenschaltung ist für 433MHz ausgelegt).

 

Wir wollten mit dem Bricklet auch Module unterstützen, die Senden (Bricklet im Empfangsmodus). Die genutzten Funk-Protokolle führen aber zu dem Problem, dass der Prozessor (auf dem Brick) eigentlich permanent die ausgeworfenen Bits von dem Funkmodul bearbeiten muss um nichts zu verpassen. Dies ist mit unserem jetzigen System nicht möglich, da jedes Bricklet nur einen gewissen Timeslot zur Bearbeitung zugeordnet bekommt. Anschließend ist ein anderes Bricklet an der Reihe. Per Interrupt ist es auch nicht möglich, da diese so oft auftreten würden, dass z.B. ein Betrieb im Stapel mit anderen Bricks nicht möglich ist.

 

Die einzige Lösung die uns bisher dazu eingefallen ist, ist eine Art "Co-Prozessor" auf dem Bricklet. Dies zieht aber einen ganzen Rattenschwanz an Aufgaben nach sich (Toolchain, Firmware für 8-Bit Co-Prozessor, Flashmöglichkeit für den Nutzer, etc. etc.). Diese große Aufgabe sind wir bisher nicht angegangen.

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Wow, so schnell eine Antwort - ich bin mehr als positiv überrascht :)

 

Allerdings verstehe ich das Problem noch nicht ganz.

Im ersten Schritt hat es mich schon gefreut das Zu Beginn angedacht war, das Remote Switch Bricklet Rückkanalfähig zu machen - das wäre ein riesen Fortschritt und würde ganz neue Möglichkeiten eröffnen.

Ich verstehe auch die Probleme die dabei auftreten würden, allerdings weiß ich nicht was das jetzt mit 868 MHz Sendern und Heizungsthermostaten zu tun hat.

 

Es würde doch reichen wenn ich Befehle an das Thermostat senden würde (Meine Thermostate die direkt an die Heizkörper kommen), z.Bsp. "Heizung auf Stufe 4".

Warum brauche ich hier zwingend einen Rückkanal?

 

 

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Was willst du denn mit den Heizungsthermostaten machen, sie nur auslesen oder auch steuern? Ich habe das MAX! System von eq-3, welche ebenfalls die 868MHz Frequenz nutzt. Diese werden über den Cube ausgelesen und gesteuert. Somit brauch ich doch eine Sende- und Empfangsfunktion im Funkmodul, oder verwechsle ich hier was. Sonst macht die Heimautomatisierung ja keinen Sinn.

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Hmh, aber das ist nicht der Hintergrund für die Probleme der alten Chibi-Ext. oder Bremse für deren Neuauflage? Bzw. es dürfte der Grund sein warum aus einem RemoteSwitch-Bricklet kein vollwertiges "Chibi" machen könnte ?

 

Nein, das hat nichts miteinander zu tun. Bei Chibi konnten wir uns unser Protokoll aussuchen (selbst definieren). Der Funk Chip besitzt eine interne Empfangs-FIFO, so dass mehrere Bytes nach einer gewissen Zeit abgerufen werden können. Damit wäre das Problem gelöst, allerdings lässt sich diese FIFO nur nutzen, wenn die Funk-Pakete einen gewissen Aufbau haben (Preambel etc.). Dies ist bei vielen Protokollen nicht der Fall. Daher können wir die FIFO für diese Protokolle nicht nutzen und müssten jedes Bit einzeln auswerten.

 

 

Ich verstehe auch die Probleme die dabei auftreten würden, allerdings weiß ich nicht was das jetzt mit 868 MHz Sendern und Heizungsthermostaten zu tun hat.

 

Die 868MHz Protokolle haben wir noch nicht betrachtet, weil wir bisher nur ein 433MHz Modul zur Verfügung haben. Wenn diese Protokolle ebenfalls nicht zufällig genau die richtige Preambel nutzen, dann haben wir ebenfalls die oben genannten Probleme.

 

Es würde doch reichen wenn ich Befehle an das Thermostat senden würde (Meine Thermostate die direkt an die Heizkörper kommen), z.Bsp. "Heizung auf Stufe 4".

Warum brauche ich hier zwingend einen Rückkanal?

 

Das hängt vom Protokoll ab. In der Tat kann es sein das ein Hinkanal ausreicht um einfach Werte zu setzen (siehe aber auch den Post von BorgelMorgel). Um zumindest komplett HomeMatic o.ä. zu unterstützen müsste der Rückkanal aber auch funktionieren.

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Hmm, vielleicht sollte ich nocheinmal genau erklären was ich vorhabe.

 

Ich habe zuhause mehrere Heizkörper die mit ganz gewöhnlichen Drehreglern ausgestattet ist.

Ich habe kein(!) Thermostat an der Wand hängen (oder sowas in der Art). sondern wie gesagt nur die Regler zum händischen Drehen an den Heizkörpern.

Bisher gehe ich jeden Tag aufs Neue hin und drehe die morgens per Hand auf Stufe 3, dann mittags wieder auf Stufe 1, abends eventuell auf Stufe 5 und dann stelle ich Sie nachts wieder auf 1 - das alles per Hand und an jedem Heizkörper einzel.

 

Was mir jetzt fehlt ist ein 868 MHz Brickelt um die einzelnen Heizkörper per PC schalten zu können.

Beispiel: Ich setze über das Bricklet den Steuerbefehl "Heizung 1, Stufe 3" ab - mehr nicht.

Warum ich hierfür eine BiDi brauche weiß ich nicht, warum sollte ich Messwerte vom Temperatursensor in der Heizung bekommen? Okay, wäre nett, ist aber unnötig da ich die Temperatur über TF-Bricklets auslese.

 

Ich will die Heizungsregler also (im 1. Schritt) nur(!) steuern, nicht auslesen (wobei das nett wäre).

Das MAX! System kenne ich vom Hörensagen, und ja, man kann diese Regler über ein Steuerungsgerät (Cube in dem Fall) des Herstellers dann auch steuern.

Genau das will ich aber nicht, ich will auf das Steuergerät verzichten und die Befehle selbst an den Regler senden.

Ansonsten könnte ich auch den LAN-Adapter von HomeMatic nutzen.

 

Ich verstehe noch nicht warum alle hier meinen das Modul müsste auch empfangen können? Die Raumtemperatur kann man wie gesagt auch über ein Temp.-Bricklet auslesen und welche Stufe am Heizungsregler aktuell eingestellt ist, das kann ich auch über Software lösen (Datenbank merkt sich einfach den letzten Schaltzustand).

Also wofür ist dieser Rückkanal dann zwingend notwendig?

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Also bei dem MAX! System ist der Cube nicht zwingend erforderlich, sondern dient der Programmierung der Schaltzeiten bzw. dem Zugriff über lokales Netz oder Internet. Es steigert also den Komfort. Bei deinem angestrebten System willst du also nur steuern, die Temp vom Raum erfassen und dann wieder steuern, um zum Beispiel abzustellen oder so. In diesem Fall würdest du nur eine Richtung benötigen, da deine Abfrage ja über weitere TF Module erfolgt. Da man aber aus dem Heizungsthermostat (am Heizkörper) oder von einem Raumfühler die Werte bekommt wäre ein Rückkanal natürlich sinnvoller und man spart sich die extra Messung in jedem Raum. Diese müsste ja wieder Verkabelt/Vernetzt werden. Stelle ich mit logistisch schon schwierig vor, da nicht jeder die Wände aufschlitzen kann, um Kabel zu verlegen. Des Weiteren sind da einige Systeme kostengünstig auf dem Markt.

 

Die Lösung für das tägliche manuelle Schalten der Ventile ist ja schon Homatic und Co., denn genau diese Systeme werden einmal Programmiert und schalten dann nach Zeitplan oder halt nach Temp im Raum. Ich sehe die Notwendigkeit in einem Einrichtungssystem nicht, zu mal ja trotzdem die Temp erfasst werden soll und muss, um die Anlage zu regeln.

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Unterschätz bitte nicht die HomeMatic. Da steckt eine Menge Knowhow drin, damit die Zentrale mehrere Wandthermostate und diese wiederum mehrere Heizkörperventile steuern kann, ohne sich gegenseitig zu stören und ohne von außen gestört zu werden. Ich möchte allein schon bezweifeln, dass du es jemals herausfindest, mit welchen Signalen du so ein Ventil abfragen und ansteuern kannst. Kauf dir lieber ein komplettes System. Ich weiß, das ist eine Menge Geld (ich hab schließlich selbst eine), aber du bekommst eine ausgereifte Lösung mit Möglichkeiten, an die du wahrscheinlich heute noch gar nicht denkst. Und das sage ich, obwohl ich selbst auch gern mal was selbst bastele, weil's Spaß macht und Geld spart.

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