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WARP2 zu WARP3 aufrüsten


Smoki

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Prinzipiell wird das möglich sein, du brauchst allerdings neben den neuen Schützen auch das EVSE Bricklet und das ESP Brick neu. Die in der V2 verbauten sind auch wenn man sie anders einbaut viel zu groß noch.

Das NFC Bricklet, das Gehäuse(*), das Typ2-Kabel, das DC-Schutzmodul und den Zähler(**) kann man aber wieder verwenden.

 

(*) am Gehäuse muss eine kleine Modifikation durchgeführt werden da die Hutschiene bei WARP3 etwas höher ist

(**) bei WARP3 werden wir wahrscheinlich einen anderen Zähler verwenden, der Zähler aus WARP2 wird aber natürlich trotzdem weiter Softwareunterstütztung haben.

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Bidirektionales Laden behalten wir im Auge, allerdings ist da im Moment außer viel heißer Luft nichts zu holen. Einige Fahrzeuge unterstützen bereits bidirektionales Laden per DC, allerdings braucht man dafür eine sehr teure DC-Wallbox. Ich bin mir gerade gar nicht sicher, ob es überhaupt schon bidirektionale DC-Wallboxen für Privatnutzer gibt. Es gibt AC-Wallboxen anderer Hersteller, die damit werben, bidirektionales Laden zu unterstützen, allerdings gibt es noch gar kein Fahrzeug, das bidirektionales Laden per AC unterstützt.

Das Problem bei bidirektionalem Laden ist, dass es aus technischer Sicht Unsinn ist, da die Cobalt-basierten Lithium-Ionen-Akkus in Autos nicht für häufige Ladezyklen im stationären Einsatz geeignet sind. Wenn du ein Einfamilienhaus an ein Auto hängst, ist dein Akku schon nach wenigen Jahren auf unter 70 % SOH gesunken, was üblicherweise als Grenze angesehen wird, ab wann ein Tausch fällig wird. Die Fahrzeughersteller garantieren meist >100.000 km bis der Akku so weit verschlissen ist, aber wenn dein Auto nur zu Hause steht, machst du keinen einzigen Kilometer und könntest dann theoretisch alle paar Jahre einen neuen Akku vom Hersteller fordern. Da die Hersteller das verständlicherweise nicht wollen, ist die maximale Energieentnahme im V2G/V2H-Betrieb so weit begrenzt, dass sich das Fahrzeug bei regelmäßigem V2G/V2H-Einsatz z. B. schon nach zwei Jahren weigert, weiter Energie abzugeben, und das Ganze somit nur bedingt praktisch nutzbar ist.

Im stationären Einsatz werden übrigens Lithium-Eisenphosphat-Akkus eingesetzt, die eine viel größere Anzahl Ladezyklen vertragen. Die haben allerdings nur die halbe Energiedichte, was egal ist, wenn du irgendwo im Keller einen großen Klotz hinstellen kannst, aber bei Autos bedeuten würde, dass sich die Reichweite halbieren würde.

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Am 17.1.2024 um 17:44 schrieb MatzeTF:

Bidirektionales Laden behalten wir im Auge, allerdings ist da im Moment außer viel heißer Luft nichts zu holen. Einige Fahrzeuge unterstützen bereits bidirektionales Laden per DC, allerdings braucht man dafür eine sehr teure DC-Wallbox. Ich bin mir gerade gar nicht sicher, ob es überhaupt schon bidirektionale DC-Wallboxen für Privatnutzer gibt. Es gibt AC-Wallboxen anderer Hersteller, die damit werben, bidirektionales Laden zu unterstützen, allerdings gibt es noch gar kein Fahrzeug, das bidirektionales Laden per AC unterstützt.

Das Problem bei bidirektionalem Laden ist, dass es aus technischer Sicht Unsinn ist, da die Cobalt-basierten Lithium-Ionen-Akkus in Autos nicht für häufige Ladezyklen im stationären Einsatz geeignet sind. Wenn du ein Einfamilienhaus an ein Auto hängst, ist dein Akku schon nach wenigen Jahren auf unter 70 % SOH gesunken, was üblicherweise als Grenze angesehen wird, ab wann ein Tausch fällig wird. Die Fahrzeughersteller garantieren meist >100.000 km bis der Akku so weit verschlissen ist, aber wenn dein Auto nur zu Hause steht, machst du keinen einzigen Kilometer und könntest dann theoretisch alle paar Jahre einen neuen Akku vom Hersteller fordern. Da die Hersteller das verständlicherweise nicht wollen, ist die maximale Energieentnahme im V2G/V2H-Betrieb so weit begrenzt, dass sich das Fahrzeug bei regelmäßigem V2G/V2H-Einsatz z. B. schon nach zwei Jahren weigert, weiter Energie abzugeben, und das Ganze somit nur bedingt praktisch nutzbar ist.

Im stationären Einsatz werden übrigens Lithium-Eisenphosphat-Akkus eingesetzt, die eine viel größere Anzahl Ladezyklen vertragen. Die haben allerdings nur die halbe Energiedichte, was egal ist, wenn du irgendwo im Keller einen großen Klotz hinstellen kannst, aber bei Autos bedeuten würde, dass sich die Reichweite halbieren würde.

Ich hoffe natürlich, dass sich bei den Akkus in Zukunft was ändert :-) auch wenn es in zwei Jahren noch nicht so sein wird

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Am 18.1.2024 um 11:58 schrieb Smoki:

Im Block steht (https://www.tinkerforge.com/de/blog/):

Ausblick auf 2024

Im ersten Quartal planen wir den WARP3 Charger zu veröffentlichen (Foto ist von einem frühen Prototyp, da wird es noch Änderungen geben).

Danke, das hab ich auch gelesen. Daher ja meine Nachfrage, ob schon genauerer Termin und Preis Bekannt ist.

Ich bin mir nicht Sicher ob ich selber aufrüsten will, Warten kann  oder mir eine andere Wallbox suchen soll. 😇

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  • 2 weeks later...
Am 16.1.2024 um 12:58 schrieb borg:

Prinzipiell wird das möglich sein, du brauchst allerdings neben den neuen Schützen auch das EVSE Bricklet und das ESP Brick neu. Die in der V2 verbauten sind auch wenn man sie anders einbaut viel zu groß noch.

(**) bei WARP3 werden wir wahrscheinlich einen anderen Zähler verwenden, der Zähler aus WARP2 wird aber natürlich trotzdem weiter Softwareunterstütztung haben.

Ist das neue WARP3 EVSE Bricklet, abgesehen von den Abmessungen, gleich oder gibts andere Schnittstellen/Speicher/Prozessor/...?
Warum wird der Zähler gewechselt?

Mit dem Thema BiDi habt ihr absolut Recht, das wird seit der 442 Förderung nachgefragt aber ob es jemals kommt ist wegen dem Akkuverschleiß zweifelhaft. Schon heute ist der Akku das größte Risiko (selten aber wenn dann extrem teuer) und wer will schon ein 3jähriges Auto mit 50.000km und 250.000"km" auf dem Akku kaufen?
Und dann noch das rechtliche Thema: kostenlos beim AG laden und Nachts einspeisen oder Gewinne bei dynamischen Strompreisen die versteuert werden müssen.

Edited by Enrico
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Am 28.1.2024 um 13:11 schrieb Enrico:

Ist das neue WARP3 EVSE Bricklet, abgesehen von den Abmessungen, gleich oder gibts andere Schnittstellen/Speicher/Prozessor/...?

Es sind ein paar Detailverbesserungen drauf: Mehr Schutzbeschaltung, zwei Schütze ansprechbar, verbesserte CP-Trennung, die Schützprüfung kann jetzt zwischen Schützfehler bei Schütz 1 und 2 sowie PE-Fehler unterscheiden (vorher waren Fehler bei der PE-Verkabelung und Schützfehler nicht unterscheidbar), Temperaturüberwachung, geringerer Stromverbrauch und wir können jetzt eine RGB-LED in der Front ansprechen. Die Ethernetbuchse sitzt jetzt auch an einer besseren Stelle, wo sie für den Elektriker besser anschließbar ist.

Vieles davon (neben den neuen Features) ist Umsetzung von Feedback das wir von den Elektrikern bekommen haben um die Box einfacher in Betrieb zu nehmen und Fehler besser diagnostizieren zu können.

Am 28.1.2024 um 13:11 schrieb Enrico:

Warum wird der Zähler gewechselt?

Das steht aktuell noch auf der Kippe, dazu gibt es dann mehr wenn sicher feststeht welchen Zähler wir verbauen.

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  • 4 weeks later...

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